Zeitgeschichte gepaart mit einzigartiger Aussicht über den Rhein

Den Naturpark Siebengebirge und seine Sehenswürdigkeiten an einem Tag erkunden

Der Naturpark Siebengebirge mit einer Größe von 11.200 Hektar zieht sich über die Fläche von vier Städten vom rechtsrheinischen Bonner Stadtgebiet über Sankt Augustin und Königswinter bis Bad Honnef. Die Region hat viel zu bieten und ist reich an Attraktionen, Naturerlebnissen und Sehenswürdigkeiten. Um diese alle zu erkunden, ist ein Tag viel zu knapp.



Konrad Adenauer zu Hause besuchen

Doch ist es im Rahmen einer gemütlichen Tagestour möglich, einige der interessantesten Ort kennen zu lernen. Statten Sie nach dem Frühstück dem ehemaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer in seinem Wohnhaus in Rhöndorf einen Besuch ab und wandeln durch seinen Rosengarten. Fühlen Sie sich wie einer der wenigen Staatsgäste, die Adenauer in seinem schmucken Haus mit Blick auf den Drachenfels empfing. Erfahren Sie in der neu gestalteten Ausstellung mehr über das Leben von Konrad Adenauer, bevor es weiter nach Unkel geht.

Konrad Adneuaer Haus in Röhndorf, Außenaicht

Durch die Altstadt Unkel schlendern und Besuch Willy-Brand-Forum

Schlendern Sie in Unkel durch die historische Altstadt und genießen einen kleinen Imbiss, bevor es weiter geht in das Willy-Brandt-Forum (WBF). Direkt in der Innenstadt gelegen erfahren Besucher in einer kleinen Ausstellung mehr über das politische und private Leben von Willy Brandt. Im Zentrum der Ausstellung das berühmte Gemälde von Georg Meistermann, das für die Kanzlergalerie bestimmt war, dort aber wegen seiner plastischen Darstellung nie ausgestellt wurde.

Willy Brandt Forum Unkel, Außenansicht

 

Drachenfelsbahn und Drachenfels bei Königswinter

Am Nachmittag geht es dann nach Königswinter. Dort sollte der Wagen in der Nähe der Innenstadt geparkt werden. Nach einem Bummel durch die Stadt geht es zur Talstation der Drachenfelsbahn. Von dort geht es dann mit der historischen Zahnradstation zur Mittelstation. Von dort geht es dann zu Fuß weiter zur Nibelungenhalle, einem 1913 fertiggestellten Kuppelbau mit großformatigen Wandgemälden, die Wagners ‘Ring des Nibelungen’ nacherzählen. In der darunter befindlichen 40 Meter langen Drachenhöhle wartet am Ende ein 13 Meter großer Steindrache. Die Nachfahren dieser Saurier sind nebenan im Reptilienzoo zu sehen, der mit etwa hundert lebenden Tieren einer der größten privaten Zoos dieser Art in Deutschland ist.

Von dort geht es weiter über einen romantischen Waldweg unter dunklen Bäumen weiter Bergauf in Richtung der Drachenburg. Rechts und links des Weges laden mehrere Restaurants zum Verweilen und einen gastronomischen Zwischenstopp ein. In Höhe der Drachenburg kann entweder der weitere Weg zum Gipfel des Drachenfels zu Fuß oder weiter mit der Drachenfelsbahn zurückgelegt werden. Oben angekommen, haben Besucher einen einzigartige Aussicht weit ins Rheintal hinab.

Am Nachmittag geht es dann nach Königswinter. Dort sollte der Wagen in der Nähe der Innenstadt geparkt werden. Nach einem Bummel durch die Stadt geht es zur Talstation der Drachenfelsbahn. Von dort geht es dann mit der historischen Zahnradstation zur Mittelstation. Von dort geht es dann zu Fuß weiter zur Nibelungenhalle, einem 1913 fertiggestellten Kuppelbau mit großformatigen Wandgemälden, die Wagners ‘Ring des Nibelungen’ nacherzählen. In der darunter befindlichen 40 Meter langen Drachenhöhle wartet am Ende ein 13 Meter großer Steindrache. Die Nachfahren dieser Saurier sind nebenan im Reptilienzoo zu sehen, der mit etwa hundert lebenden Tieren einer der größten privaten Zoos dieser Art in Deutschland ist.

Märchenhafter Ausblick auf den Rhein

Von dort geht es weiter über einen romantischen Waldweg unter dunklen Bäumen weiter Bergauf in Richtung der Drachenburg. Rechts und links des Weges laden mehrere Restaurants zum Verweilen und einen gastronomischen Zwischenstopp ein. In Höhe der Drachenburg kann entweder der weitere Weg zum Gipfel des Drachenfels zu Fuß oder weiter mit der Drachenfelsbahn zurückgelegt werden. Oben angekommen, hat man eine einzigartige Aussicht weit ins Rheintal hinab, bei gutem Wetter sogar bis hin zum Kölner Dom. Auch die Reste einer Burg aus dem 12. Jahrhundert sind dort zu finden. In einem Panorama-Restaurant auf dem Drachenfelsplateau können Besucher die weite Aussicht genießen und sich für den Rückweg stärken. Wer aber keine Lust auf den rund einstündigen Fußweg nach unten hat, kann auch zurück die Zahnradbahn ins Tal nehmen.

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Über das Adenauer-Haus in Rhöndorf

Innenansichten aus dem Leben eines Kanzlers

Kaum wie eine andere Persönlichkeit prägte Konrad Adenauer (* 5. Januar 1876 in Köln; † 19. April 1967 in Rhöndorf) die Entwicklung im Nachkriegs-Deutschland. Der damals 73jährige Adenauer wurde am 15. September 1949 zum Bundeskanzler gewählt. Er blieb es 14 Jahre. Schon im Kaiserreich und in der Weimarer Republik war Adenauer nach dem erfolgreichen Abschluss seines Jura-Studiums politisch aktiv. So war er u. a. Oberbürgermeister von Köln und Präsident des preußischen Staatsrats. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er seiner Ämter enthoben und war zeitweise inhaftiert.

Adenauer gehörte zu den Begründern der CDU, deren Partei­vorsitzender er von 1950 bis 1966 war. Als Präsident des Parlamentarischen Rates sowie als erster Bundeskanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland prägte er – kaum wie eine andere Person – eine ganze Ära. Mit seiner Politik stand Adenauer für die Westanbindung, eine Europäische Integration und das System der Sozialen Marktwirtschaft. Das sind alles bekannte Fakten seiner Biographie, doch wie sah es im Innern von Adenauer aus? Welche Schicksale prägten ihn und wie war Adenauer privat?

Das Adenauer-Haus ermöglicht diese Inneneinblicke. In dem unverändert erhalten gebliebenen Wohnhaus kommen Besucher dem Privatmann Adenauer sehr nahe. Es fühlt sich so an, als ob die Zeit stehen geblieben ist und Adenauer sein Wohnzimmer nur für kurze Zeit verlassen hat. In der Vorstellung entsteht der Eindruck, dass er jede Minute wieder zurückkehren könnte. Eine Besonderheit des Adenauerhauses ist die Kombination aus historischem Ort, Ausstellung und Archiv. Führungen durch den authentischen Ort vermitteln bleibende Eindrücke.

Nach dem Tod von Konrad Adenauer am 19. April 1967 strömten zahlreiche Menschen nach Rhöndorf, um dem Altbundeskanzler die letzte Ehre zu erweisen. Um die Erinnerung an ihren Vater und sein politischen Leben zu erhalten, stellten die Erben das Wohnhaus der Bundesrepublik für eine Stiftung zur Verfügung. Schon 1970 konnten die ersten Besucher in kleinen Gruppen Adenauers Rosengarten bestaunen und durch einige Räume des Hauses geführt werden.

In der Folge kam am Fuße des Grundstücks – dem ehemaligen Obstgarten von Adenauer – ein Neubau hinzu. Dort öffnete 1975 die Ausstellung „Konrad Adenauer – Dokumente aus vier Epochen deutscher Geschichte“ eröffnet. Anlässlich des 50. Todestages erhielt die Ausstellung ein komplett neues und modernes Aussehen, die am 19. April 2017 die Türen öffnete. Die dort präsentierte Dauerausstellung “Konrad Adenauer 1876-1967. Rheinländer, Deutscher, Europäer” spannt den Bogen über fünf Epochen deutscher Geschichte vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus bis hin in die Besatzungs- und Nachkriegszeit und die Ära der jungen Bundesrepublik Deutschland.

Zahlreiche Dokumente und Exponate, Film- und Bildsequenzen sowie Multimediastationen aus Konrad Adenauers reichem Nachlass und von nationalen und internationale Leihgebern führen den Besucher durch sein langes Leben. Texttafeln erläutern den historischen Kontext der Zeit und lassen Adenauer in Zitaten selbst zu Wort kommen. Die Ausstellung setzt sich kritisch mit dem Leben Adenauers auseinander. Diese zeigt den Politiker und Staatsmann, aber auch den privaten Adenauer, etwa den Familienvater, den naturverbundenen Rosenliebhaber, den begeisterten Krimileser, den Tüftler und Erfinder.

Das Adenauer-Wohnhaus

Vom Ausstellungsgebäude gehen regelmäßig Führungen durch den Garten hoch zum Wohnhaus. Der Weg vom Ausstellungsgebäude hinauf zum Wohnhaus führt durch den am steilen Hang eines einstigen Weinbergs angelegten Garten. Dabei fällt der Blick auf eine bunte Vielfalt von Bäumen, Sträuchern und Blumen, vor allem immer wieder auf Rosen, die Adenauer liebte, aber entgegen einer weit verbreiteten Legende nicht züchtete.

Der Garten ist durch seine südländisch anmutende Vielfalt von Pflanzen, Plastiken und Brunnen eine Sehenswürdigkeit an sich. Er erinnert nicht zufällig an das nördliche Italien, eine Landschaft, die Adenauer schätzen und lieben lernte. In Cadenabbia am Comer See, wo er in den letzten zehn Jahren seines Lebens regelmäßig seinen Urlaub verbrachte, lernte er auch das Boccia-Spiel kennen, das ihn so sehr faszinierte, dass er sich in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus eine Boccia-Bahn bauen ließ.

Auch die Idee zum Bau eines Pavillons brachte Adenauer aus Cadenabbia mit. Nach seinem Rücktritt vom Amt des Bundeskanzlers fertigte Adenauer selbst die Skizzen, nach denen sein Schwiegersohn, der Architekt Heribert Multhaupt, 1964 den Pavillon im Garten errichtete. Am dortigen Schreibtisch verfasste Adenauer in seinen letzten Lebensjahren drei Bände seiner „Erinnerungen“ sowie die Fragmente des vierten und letzten Bandes. Besucher können im Wohnhaus von Adenauer die untere Etage besichtigen, darunter das Wohnzimmer und der Empfangsraum. Von außen besteht die Möglichkeit, die anderen Räume von außen einzusehen.

Öffnungszeiten von Museum und Adenauer-Haus

1. Mai bis 30. September: Dienstag-Sonntag: 10.00-18.00 Uhr. Führungen durch Wohnhaus und Garten für Einzelbesucher von 10.00-17.00 Uhr zu jeder vollen Stunde.

1. Oktober bis 30. April: Dienstag-Sonntag: 10.00-16.30 Uhr. Führungen durch Wohnhaus und Garten für Einzelbesucher von 10.00 bis 16.00 Uhr zu jeder vollen Stunde.

Montag geschlossen (Pfingstmontag geöffnet)

Ferner bleibt das Museum an folgenden Tagen geschlossen: 24., 25., 26., 31. Dezember und 1. Januar sowie an den Karnevalstagen (Weiberfastnacht, Karnevalssamstag, -sonntag und Rosenmontag).

Der Eintritt ist kostenlos.

Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Konrad-Adenauer-Straße 8A, 53604 Bad Honnef

Wissenswertes über das Willy-Brandt-Forum Unkel

Der ehemalige Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt lebte von 1979 bis 1992 in Unkel. Hier schrieb er seine Erinnerungen, von hier aus unternahm er zahlreiche Reisen, die dem Frieden und der Völkerverständigung dienten.

Am 20. März 2011 wurde im Zentrum der Altstadt das „Willy-Brandt-Forum“ eröffnet. Herzstück des Museums ist das Arbeitszimmer des Politikers, das originalgetreu rekonstruiert wurde; daneben gibt es viele weitere Exponate, Dokumente und Fotografien, die Willy Brandts Leben und Wirken greifbar machen. Ein modern gestaltetes überparteiliches zeitgeschichtliches Museum mit zahlreichen audiovisuellen Medien lädt den Besucher ein, sich mit Willy Brandt und seiner Zeit zu beschäftigen.

Willy-Brandt-Forum, Willy-Brandt-Platz 5, 53572 Unkel/Rhein, Telefon: 02224-7799303, Mail: info@willy-brandt-forum.com

Über den Drachenfels und die Drachenfelsbahn in Königswinter

Nachdem im Herbst 2011 mit den Neubauarbeiten am Drachenfelsplateau begonnen wurde, konnte am 2. Juni 2013 die Fertigstellung der Gebäude auf dem Drachenfelsplateau und der Außenanlagen einschließlich des neu gestalteten Gipfel-Bahnhofs der Zahnradbahn gefeiert werden. Seit dem Abbruch des 1970er Jahre Gebäudes veränderte der bekannteste Berg des Rheinlands radikal sein Erscheinungsbild. Ein lichtdurchfluteter Glaskubus ergänzt seitdem das 1930er Jahre Gebäude und bietet ebenso wie die Sitzstufenanlage ein völlig neues Erlebnis.

Die Drachenfelsbahn

Seit Juli 1883 befördert die Drachenfelsbahn Passagiere von der Talstation Königswinter bis zum Ausflugslokal oben an der Drachenfelsruine und ist somit die älteste Zahnradbahn Deutschlands. Die Strecke ist gut 1,5 Kilometer lang, hat etwa 220 Meter Höhenunterschied bei einer maximalen Steigung von 20 Prozent und besitzt eine Zwischenstation bei Schloss Drachenburg. Die Fahrten finden halbstündlich statt und kosten 10,00 Euro für Erwachsene inklusive Rückfahrt bzw. 8,00 Euro für eine einfache Fahrt. Kinder bis 13 Jahre zahlen 5,50 Euro bzw. 5,00 Euro.

Drachenfelsbahn, Drachenfelsstraße 53, 53639 Königswinter

Das Restaurant auf dem Drachenfelsplateau

Der Bau des Plateaus dauerte von Herbst 2011 bis Juni 2013. Dort entstand in den Jahren das neue verglaste Restaurant. Von dem Plateau haben Besucher einen einzigartigen und atemberaubenden Ausblick auf das Rheintal und kann wunderbar in dem modernen Restaurant essen. Erleben Sie den schönsten Blick auf das romantische Rheintal entspannt bei einem Glas Wein oder einem frisch gebrühten Kaffee! Auch die Speisekarte lässt keine Wünsche offen. Ein einfach unvergesslicher Moment.

Restaurant Drachenfels, Drachenfels 1, 53639 Königswinter

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